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KreisSportGala, ein Mehrwert für alle...

Wechselnde Ehrenpreise in den Kategorien "Sportsozialpreis", "Junges Ehrenamt" und "Sonderpreis Stifter".

Der Ausgezeichnet werden im Rahmen der Preiskategorie "Sonderpreis Stifter" Organisationen, die sich gemeinsam mit dem KSB Unna gesellschaftlich stark machen und das Leben von Menschen sinnstiftend bewegen.

Sportsozialpreis 2019


Der Sportsozialpreis des Kreises Unna wurde an gleich drei besondere Projekte und Personen vergeben. Preisträger waren zum einen die Eheleute Christa und Werner Herrmann, die seit 1978 bzw. 1994 Sportabzeichenabnehmer sind und sich seit vielen Jahren um die Kinder- und Jugendbetreuung im Verein des TVG Kaiserau in diversen Projekten kümmern. Zudem wurde der Integrationscup der Stadt Fröndenberg auf dem Gelände des SC Fröndenberg-Hohenheide, die mit vielen weiteren Akteuren aus dem Quartier für ein gemeinsames Gelingen sorgen und den Integrationscup zu einem Leuchtturmprojekt weit über die Stadt Fröndenberg hinaus gestalten. Der dritte Preisträger ist Gérard van den Elzen. Er bildet seit einiger Zeit im Lauf- und Walking-Treff Unna e.V. ein Lauf-Duo mit dem von Geburt an blinden Läufer Marc Fälker. Ohne van den Elzen hätte Fälker kein Chance, die Strecken unfallfrei zu meistern und seinen Sport auszuüben. Sie stehen im besten Sinn für das, was Sport in seiner Wirkung außerordentlich macht.

„Der Sportsozialpreis ist eine tolle Möglichkeit, die Personen, Initiativen oder Vereine zu ehren, die sich tagtäglich und zumeist außerhalb der öffentlichen Wahrnehmung für den Sport und die Gesellschaft einsetzen. Der Preis ist ein eindrucksvolles Signal des KSB Unna und des Kreises Unna für außerordentliches soziales Engagement im Kreis Unna“, so Jens Schmülling aus der SPD Fraktion des Kreises Unna und Wahlgremium KreisSportGala.

Die Würdigung und Preisübergabe übernahmen

  • Frau Bürgermeisterin Elke Kappen für die Eheleute  Herrmann
  • Frau Stv. Bürgermeisterin Renate Nick für Gérard van den Elzen
  • Herr Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe für das Team Integrationscup

Herzlichen Glückwunsch vom KSB Unna.

 

Sportsozialpreis 2019 | Eheleute Herrmann


TVG Kaiserau  |  Mitgliedschaft | Werner seit 1.3.1973  und Christa seit 1972

Christa:
Leichtathletikwart  vom  4.3.74 bis 22.2.78: Begleitung der Kinder und Jugendlichen zu Sportfesten und Zeltlager vom Turngau.
Sportabzeichenabnehmerin in Kamen seit 1978

Werner:
Übungsleiter seit 10.5.75: Betreuung Kinder und Erwachsenengruppen im TVG
Jugendleiter von 20.2.76 bis 22.2.85: Betreuung Kinder und Jugendliche im Freizeitbereich, Leiter von mehreren Internationalen Begegnungen mit den Partnerstädten Ängelholm ( Schweden) und Monteuil-Juigne ( Frankreich)
Sportabzeichenabnehmer seit 1.5.74 bis heute
Kampfrichter Leichtathletik seit 1980
Sportabzeichenobmann für Methler seit 1.5.78
Sportabzeichenobmann  und Fachschaftsberater für ganz Kamen im Sportverband Kamen seit 1982
Veranstaltungsleiter von 39. Jahre Volkslauf in Kamen mit bis zu 1500 Teilnehmern
1. Vorsitzener des TVG Kaiserau von 1985 bis 2011
Kampfrichter Triathlon ab 9.5.87, einer der ersten ausgebildeten Kampfrichter vom Triathlonverband NRW in ganz Deutschland, Teilnahme als Kampfrichter an Deutschen Meisterschaften im Kurztriathlon in Hanau und Langtriathlon( Iron Man ) in Roth. Veranstaltungsleiter von 27. Triathlonveranstaltungen in Kamen mit bis zu 1000 Teilnehmern
Schiedsrichter Triathlon ab 24.4.89
Pressewart im Hellweg Märkischen Turngau im Westfälischen Turnerbund seit 2002
Pressewart im Stadtseniorenring Kamen
Beisitzer und Schatzmeister im Vorstand im Freundeskreis Shalom Eilat
Bundesverdienstkreuz  am 7.6.2010
Mitglied in 2 Feuerwehren, Methler und Westick seit 20 Jahren.

Sportsozialpreis 2019 | Gérard van den Elzen


Lauf- und Walking-Treff Unna

Wenn Marc Fälker bei einer Laufveranstaltung die Ziellinie erreicht, braust der Applaus der Zuschauer ganz besonders laut auf. Nicht etwa, weil der 40-Jährige die als Erster erreicht, sondern weil er nichts sehen kann. Marc Fälker ist von Geburt an blind.
Allein ist es natürlich nicht möglich, sich einem sportlichen Wettkampf zu stellen. Er braucht Hilfe, um die Strecke unfallfrei meistern zu können. In Gérard van den Elzen hat er sie gefunden. Mit ihm trainiert er mehrfach in der Woche, mit ihm an der Seite versucht er, seine Bestzeiten über die verschieden langen Distanzen zu steigern. Denn trotz seines Handicaps ist der sportliche Ehrgeiz groß. „Ich versuche schon, immer schneller zu werden“, sagt Fälker. „Er geht dabei immer ans Limit und das ist auch gut so“, stimmt Gérard van den Elzen ihm zu.

Im September 2015 hat Fälker mit dem Laufsport begonnen. Damals noch als Mitglied bei den Laufsportfreunden (LSF) Unna, seit diesem Jahr trägt er das Trikot des Lauf und Walking Treffs (LWT) Unna. Gérard van den Elzen startete seine Laufkarriere von neun Jahren ebenfalls bei den LSF. „Auf Anraten meines Arztes. Übergewicht und bis zu 40 Zigaretten am Tag haben der Gesundheit nicht gerade gutgetan“, sagt er. Inzwischen trainiert der 65-Jährige, der nun ebenfalls für das LWT startet, drei bis vier Mal in der Woche, und fühlt sich auf den längeren Strecken besonders wohl. „Wir sind ja Langstreckenläufer. Über 5-km gehe ich nicht mehr an den Start“, sagt er.

In dieser Sportart richtig fit zu sein und seine Bestzeiten in höhere Regionen zu steigern, ist auch Grundvoraussetzung dafür, um mit einem Blinden an der Seite zu laufen. „Man muss schon deutlich besser als der Partner sein, schließlich muss ich ja für zwei sehen, um Unfälle zu vermeiden“, erklärt van den Elzen. Eine Teilnahme an einer Crossveranstaltung durchs Gelände ist wegen des unebenen Untergrunds natürlich nicht möglich. Die Sturzgefahr wäre viel zu hoch.
Es gibt einige Dinge, die das Duo beachten muss. Verbunden sind die beiden mit einem knapp einem Meter langen Band, das jeweils am Arm befestigt wird. Fälker reagiert darauf, wenn an dem Band gezogen wird. Beim Laufen die Arme unterstützend, wie allgemein üblich, einzusetzen, ist daher nicht möglich. Gelaufen wird nebeneinander. „Das bedeutet, dass wir etwas mehr Platz als die anderen Läufer brauchen. Auch das muss natürlich von mir beachtet und vorhergesehen werden“, sagt van den Elzen. Einen Trainerschein für seine sportliche Tätigkeit benötigt er im Übrigen nicht. Eine gesonderte Wertung für Blinde erfolgt nicht, der Unnaer wird normal seiner Altersklasse M40 zugeordnet.

Wenn Marc Fälker, der neben dem LWT auch noch dem Blinden und Sehbehinderten Sportverein Dortmund angehört und dort „Torball“ spielt, laufen will, muss er also auch im Stadion einen Partner an der Seite haben. Nicht immer kann Gérard van den Elzen dies ermöglichen und daher übernehmen auch schon einmal andere Sportler seines Laufvereins diese Rolle. „Das hat auch recht gut geklappt“, so Marc Fälker. Beim Bahn-Training im Herderstadion, das einmal wöchentlich stattfindet, lässt er das Band weg. Dann hört er, wo sein Partner ist und folgt ihm eben nach Gehör.

Dem behinderten Unnaer geht es aber, wie erwähnt, nicht nur um die sportliche Betätigung allein. Er will seine Zeiten verbessern und vor allem auch die Distanzen vergrößern. Und das gelingt. Los ging es 2016 mit der Teilnahme am 5km-Lauf der Barbara-Runde des SuS Oberaden, es folgte der Kurparklauf des TV Unna. Seine Zeit damals: 25:02 Minuten. Am 1. Mai 2017 wagte sich Marc Fälker dann beim Kamener Volkslauf des TVG Kaiserau an die 10km. Nach rund 51 Minute erreichte er da das Ziel. Doch sein Ehrgeiz war damit noch immer nicht gestillt. „Wir haben dann den Silvesterlauf von Werl nach Soest über 15 Kilometer in Angriff genommen“, berichtet van den Elzen. Die behutsame Vorbereitung auf diese Veranstaltung hat sich gelohnt. Die beiden legten diese Strecke in 1:20 Stunden zurück.

Doch die „Weitenjagd“ war damit noch immer nicht beendet. Es sollte schon auch noch der Halbmarathon (21,1 km) gemeistert werden. Und dieser Plan wurde im März in Venlo beim „Venloop Halbmarathon“ in die Tat umgesetzt. Dort herrscht wegen der großen Zuschauerkulisse stets eine tolle Atmosphäre. 17.000 Aktive waren mit dabei, Marc Fälker war der einzige blinde Starter. Nach 1:55 Stunden bewältigte er auch die 21,1 Kilometer.

Was kommt nun noch, ist der Marathon auch ein Ziel? „Ich muss mal sehen, wie mir die längeren Läufe körperlich bekommen. Ich will mich auch nicht unnötig unter Druck setzen“, sagt Marc Fälker. Unmöglich sei es aber nicht. Gelingt auch dieses Vorhaben, ist ihm im Ziel weiterer Applaus gewiss.

(Michael Friehs, Hellweger Anzeiger, Redaktion Lokalsport)

Sportsozialpreis 2019 | Integrationscup

Der Integrations-Cup Fröndenberg wurde am 27.08.2016 zum ersten Male durchgeführt, ist demnächst am 07.09.2019.

Die Idee zu dieser Veranstaltung kommt vom Vorsitzenden des SC Fröndenberg-Hohenheide, Pal Delia.

Ziel ist es, die Sport- und Freizeitangebote der Stadt Fröndenberg/Ruhr vorzustellen um Flüchtlinge und Asylbewerber in den Vereinssport mit einzubeziehen, denn Sport ist eine großartige Möglichkeit zur Integration und der Begegnung von Menschen.
Das Fußballhobbyturnier von Mannschaften mit internationaler Beteiligung ist das zentrale Sportevent dieses Tages. Ein buntes Rahmenprogramm mit Musik, Sport und Bewegungsangeboten für Kinder und Familien macht das Fest zu einem Ereignis für Jung und Alt aller Nationalitäten. Dazu gehört Ponyreiten, Discgolf, Tennis und aus der Leichtathletik ein Laufangebot.
Der Patenschaftskreis bietet unter Mitarbeit von Asylbewerbern internationale Speisen an.

Ansprechpartner der beteiligten Fröndenberger Sportvereine und des Patenschaftskreises:

SC Fröndenberg-Hohenheide , Pal Delia
VfL Fröndenberg, Heike Hoffmann
Rot-Weiß Fröndenberg, Stephan Brauckmann
Patenschaftskreis Fröndenberg, Susanne Hippenstiel
Discgolfgruppe Scheibenspechte, Peter Hennecke

Stifterpreis | Stiftung Kinderglück


Der Kinderglück Dortmund e.V. hat im Rahmen seines Ferienpatenschaften-Projektes den KreisSportBund Unna e.V. im Projekt „Sommercamp“ außerordentlich unterstützt.

Über das Projekt Sommercamp werden bedürftigen Kindern und Jugendlichen, die aus verschiedenen Regionen der Welt kommen, unbeschwerte Ferienfreizeiten ermöglicht und somit der präventive Charakter der Integration gefördert. Des Weiteren ist Bewegungsförderung im Kindes- und Jugendalter ein wichtiger Bestandteil der Freizeit.

Die Art und Weise, wie Kinderglück sein Engagement ausübt, ist gelebte Ruhrgebietsmentalität. Ein Ehrenamtlicher schrieb erst vor wenigen Wochen begeistert auf der Facebookseite des Vereins: „Es macht wirklich Spaß ein Teil eines so tollen ehrenamtlichen Teams zu sein. Ganz nach der Devise, machen nicht quatschen!“

Der Kinderglück e.V. und seine Gründer Susanne und Bernd Krispin leben diesen Gedanken. 2006 gegründet, basiert der Verein auf der Überzeugung der Eheleute Krispin, dass Kinder und Jugendliche das Recht besitzen, unbeschwert in Deutschland aufzuwachsen und im Hinblick auf ihre Entwicklung ganzheitlich gefördert zu werden. Chancengleichheit, gesellschaftliche Teilhabe, Inklusion und Integration sind tragende Leitgedanken. Unabhängig davon, in welches soziale Umfeld sie geboren wurden.

Wissenswertes

SommerCamp

Stiftung Kinderglück

Eheleute Susanne und Bernd Krispin