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Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW)

KSB Unna und FLVW beschließen Kooperation zur Gewaltprävention

Aufgrund von Gewalt und Aggressionen auf Fußballplätzen hat der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) das Thema „Deeskalation“ als ein Mittel der Gewaltprävention in den Fokus seiner Arbeit gestellt. Der KreisSportBund Unna hat in Schulen und Jugendzentren bereits gute Erfahrungen mit Deeskalationsmaßnahmen gemacht. Des Weiteren bilder der KSB Unna seit einigen Jahren deeskalationstrainer*innen im Kreis Unna aus. Diese werden nun auch auf den Sport übertragen, mit Deeskalationstraining für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Westfalen. Beide Parteien haben am Dienstag, dem 18.01.2022, einen Kooperationsvertrag im SportCentrum Kaiserau unterschrieben, um die zukünftige Zusammenarbeit zu besiegeln.

Wilfried Busch (v.l.), Klaus Stindt, Gundolf Walaschewski und KSB-Geschäftsführer Matthias Hartmann beschließen die Kooperation

Pressetext des FLVW

KSB Unna und FLVW beschließen Kooperation zur Gewaltprävention

Aufgrund von Gewalt und Aggressionen auf Fußballplätzen hat der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) das Thema „Deeskalation“ als ein Mittel der Gewaltprävention in den Fokus seiner Arbeit gestellt. Der KreisSportBund Unna hat in Schulen und Jugendzentren bereits gute Erfahrungen mit Deeskalationsmaßnahmen gemacht. Des Diese sollen nun auch auf den Sport übertragen werden, mit Deeskalationstraining für Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter in Westfalen. Beide Parteien haben am Dienstag einen Kooperationsvertrag im SportCentrum Kaiserau unterschrieben, um die zukünftige Zusammenarbeit zu besiegeln.

Es gibt sie leider immer wieder: Vorfälle von Gewalt auf Fußballplätzen. Danach heißt es handeln: Für die Schiedsrichter*innen, die Vereine, die Kreise und den Verband. Mit ihrer Kooperation wollen der FLVW und der KSB Unna diesen Vorfällen nun präventiv entgegenwirken und brenzliche Situationen frühzeitig entschärfen. „Indem wir unser Know-how zusammenführen und unsere Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter auf den Plätzen stärken, gehen wir ein Projekt an, das Zukunft hat“, sagt Andree Kruphölter, Beisitzer im FLVW-Präsidium und Vorsitzender der AG Gewaltprävention.

Erste Seminare haben im vergangenen Jahr bereits stattgefunden. Weitere mussten aufgrund der Pandemie-Lage verschoben werden, sollen aber bald folgen. „Die ersten Fortbildungen kamen wirklich gut an. Und wir setzen damit das erste wichtige Präventionssignal, mit dem wir vor das gewaltvolle Handeln auf dem Platz kommen wollen“, sagt Alexander Lüggert, Fachkraft Gewaltprävention beim FVLW.

Neben der Organisation von Schulungen, die auf Seiten des FLVW liegen, bedarf ein solches Projekt vor allem auch guter Coaches. Und genau die kommen vom KSB Unna. „Unsere Fachkräfte sind ehemalige Lehrtrainer der Polizei und Experten beim Thema Deeskalation. Natürlich haben wir im Bereich des Schiedsrichterwesens noch einmal andere Ansprüche als in anderen Bereichen. Zusammen mit dem FLVW haben wir dahingehend gute Konzepte entwickelt“, sagt der Vorsitzende des KSB Unna, Klaus Stindt.

15 Deeskalationstrainings sind für eine erste Testphase festgeschrieben. Danach erstellen die Kooperationspartner einen Abschlussbericht, der auch das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer widerspiegeln soll. Im Anschluss wird gemeinsam über die Art und den Umfang der Weiterführung der Fortbildungen entschieden. „Ich bin davon überzeugt, dass dieses Projekt Zukunft hat und es nicht das letzte Projekt ist, dass der FLVW und der KSB gemeinsam umsetzen“, fasste FLVW-Präsident Gundolf Walaschewski die Unterzeichnung der Verträge zusammen.

Gesellschaftliche Verantwortung im Sport übernehmen

Der Fußball- und Leichtathletik-Verband Westfalen (FLVW) kümmert sich um mehr als den Spielbetrieb oder das Wettkampfwesen. Die Vereine spiegeln die Gesellschaft wider – mit all ihren bunten Facetten, aber auch all ihren Herausforderungen. Nach dem Verbandstag 2010 hat der Verband die Kommission "Gesellschaftliche Herausforderungen" einberufen. Seitdem kümmern sich die Mitglieder um soziale und gesellschaftliche Themen, die immer mehr Einfluss auf die Arbeit in den Vereinen nehmen. 

Der Fußball lebt von seinen Emotionen und der Leidenschaft derer, die auf dem Platz stehen.

Allerdings nehmen in den letzten Jahren Respektlosigkeiten insb. gegen Schiedsrichter*innen zu. Die Gewalt und Aggression auf den Fußballplätzen in Westfalen haben es notwendig gemacht, dass Thema "Deeskalation" als ein Mittel der Gewaltprävention in den Fokus des Verbandes zu legen.


FLVW startet Deeskalationstraining für Schiedsrichter*innen

Deeskalationstraining ist Hilfe zur Selbsthilfe ist. So veranstaltete der FLVW im September und Oktober 2020 erstmals im Rahmen des Gewaltpräventionskonzeptes Deeskalationstrainings für Schiedsrichter*innen. Aus den Erfahrungen dieser Kurse entwickelten Lehrtrainer u.a. des KreisSportBundes Unna und Schiedsrichter*innen ein Schulungskonzept, das nun seit Oktober 2021 in den Fußballkreisen vom FLVW angeboten wird, um der Eskalation auf den Fußballplätzen entgegen wirken zu können und die Schiedsrichter*innen zu stärken.

Der Kooperationsvertrag bestärkt die Zusammenarbeit.

Wissenswertes

Ausbildung Deeskalation Schiedsrichter*innen
 

Externer Link

FLVW News| Kooperationsvertrag
FLVW News | Trainingsstart Schiedsrichter*innen